Die Traum-Küche planen

Wie ich mir meine Traumküche vorstelle?

Eigentlich bin ich ja Chemiker. Meine Traumküche hatte ich mir immer als Labor vorgestellt, mit Bunsenbrenner – oder wenigstens mit Gasherd –mit grossen, tiefen Waschbecken und mit robusten Arbeitsflächen aus technischer Keramik. Ausgestattet mit sämtlichem Laborgeräten, die man als Chemiker zum optimalen Kochen so braucht: Bechergläser, Magnetrührer, Spritzflaschen, Waagen, Thermometer. Die Küchenchemikalien, wie Natriumchlorid und Ethansäure und sämtliche Gewürze, ordentlich aufgereiht auf den Regalsystemen über den Arbeitsflächen und die Kochvorrichtung unterm Laborabzug. Vielleicht sogar noch eine Destillationsanlage? Naja, müsste ja nicht unbedingt sein, ich stehe nicht auf Branntwein. Aber zumindest mit einer schönen Glaskolben-Kaffeekanne, auch Vakuum Kaffeemaschine genannt, selbst wenn ich nicht auf Kaffee stehe.

Professionelle Beratung im Küchenstudio

Vor wenigen Jahren habe ich mir eine Küche gekauft. Beim Küchenbauer statt beim Laborausstatter. Das einzige, was ich wusste, war, dass Kühlschrank und Spülmaschine so leise wie möglich sein sollten, weil sich die Küche in unserem «Lebensraum» – sprich, mitten im Wohnzimmer – befindet. Mit dieser wenig konkreten Vorstellung bin ich also in ein Küchenstudio gegangen und habe mich von einem netten, kompetenten Herrn mittleren Alters beraten lassen.

Am Ende der Planung, bei der der Küchenbauer uns auch in unserem Rohbau besucht hat, gab es eine hübsche 3-D-Graphik unserer künftigen Küche und nur wenige Wochen später stand eine schöne Küche in unserem «Lebensraum».

Heutzutage würde ich beim Kauf einer Küche ausser auf möglichst leise Küchengeräte noch auf weitere Punkte achten:

  • Arbeitsflächen auf ergonomisch optimaler Höhe
  • leise und energiesparende Küchengeräte
  • energieeffizienten Herd und Backofen
  • ohne Hand bedienbarer Abfallsammler
  • einen oder gleich mehrere Apothekerschränke
  • möglichst einfach zu reinigende Arbeitsfläche, eventuell aus Stein

Auch wenn die Beratung, die ich vom Küchenbauer erhalten habe, sehr gut war, würde ich heutzutage, nur wenige Jahre später, nicht mehr die komplette Entscheidung über Hersteller und Geräte dem Küchenprofi überlassen. Ich würde sicherlich nochmals selbst die Energieeffizienzklassen überprüfen und vergleichen. Vor allem die Wahl des Herdes würde ich nochmals genau überdenken. Auch wenn ich mich wohl immer noch nicht für einen Induktionsherd entscheiden würde, aber auf jeden Fall würde ich mich intensiv mit den bestehenden Möglichkeiten auseinandersetzen.

Schliesslich sind Herd und Ofen die zentralen und wichtigsten Elemente zum Kochen und Backen; sie sind aber auch die grössten Energiefresser in der Küche. Deshalb sollte man sich für die Entscheidung über den optimalen Herd und den effizientesten Backofen gut informieren und vom Profi beraten lassen.

Bis ich meine nächste Küche kaufe, werde ich jedoch weiter von einem wundervollen Koch-Labor träumen, in dem ich meinem Hang zu leckerem Essen und zur Molekularküche nachgehen kann. Und ich werde mal wieder in einem meiner Lieblingsbücher lesen: «Die Molekül-Küche: Physik und Chemie des feinen Geschmacks».

Jasmin Taher


Quellenangaben / Werbung:

Kreis Küchen: Küchen sinnvoll planen

 

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