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Die schwarze Liste der Pflanzen

Was macht eine gute, was macht eine schlechte Pflanze aus?

Für viele Laien ist der Pflanzenkauf eine Überforderung. Auf der Suche nach einem schönen und hoffentlich langlebigen Rhododendron etwa, sieht man sich mit dutzenden von Exemplaren konfrontiert. Wie auswählen ohne Wissen darüber, was eine gesunde Pflanze ausmacht? Und so lässt man sich denn im Gartenbaugeschäft von Äusserlichkeiten blenden, erkennt Symptome nicht, die auf eine Krankheit oder auf mindere Qualität schliessen liessen. Es gibt eine Menge Dinge, die man beim Pflanzenkauf in den Sand respektive in die Erde setzen kann! Worauf also ist zu achten beim Pflanzenkauf? Was macht eine gute, was eine schlechte Pflanze aus?

Einige Leitfragen für den nächsten Pflanzenkauf

Sich von der Grösse einer Pflanze beeindrucken zu lassen, ist wohl der häufigste Fehler beim Pflanzenkauf. Künstliche Zuchtmethoden können den Gewächsen eine beachtliche Grösse bei mangelhafter Qualität verleihen. Besser also, man konzentriert sich auf die Anzahl der Knospen oder das Blattgrün. Ist irgendeine Art von (oftmals weisslichem) Belag zu finden, so deutet dies auf Schädlinge hin. Um Pflanzen mit Staunässe sollte genauso ein Bogen gemacht werden wie um solche in zu kleinen Töpfen. Denn wenn die Wurzel sich nicht richtig ausdehnen kann, ist die Gesundheit der Pflanze längerfristig bedroht.

Die Schwarze Liste der Pflanzen

Nun gibt es aber auch Pflanzen, die nicht nur miese Qualität haben, sondern selbst zu einer Bedrohung werden – für Mensch und Natur. Etliche der sogenannten «invasiven» Pflanzenarten sind für die Gesundheit und Ökonomie anderer Pflanzen schädlich. Invasiven Neophyten (gebietsfremde Pflanzen, die sich rasch ausbreiten und dabei einheimische Pflanzen verdrängen) sind einerseits auf der sogenannten „Schwarze Liste“ und andererseits auf einer „Watch-List“ aufgeführt. Die Blacklist führt Buch über Pflanzen, die in der Schweiz bereits Schäden verursachen; die Watch-List über solche, die dies im benachbarten Ausland tun.

Kompetente Beratung ist der beste Schutz

Unter den Neophyten gibt es solche, die für unsere Gesundheit gefährlich werden können. Andere destabilisieren das Gelände und vermögen gar, Bauten zu schädigen. Kompetente Webseiten wie Infoflora.ch (nicht mehr online – 3.10.2019) geben über die aktuelle schwarze Liste ausführlich Auskunft. Noch besser wäre es, einen lokalen Gartenbauer zu Rate zu ziehen. Er kennt die Verhältnisse vor Ort und hilft mit wertvollen Tipps.

Der Pflanzenkauf hat seine eigenen Regeln.

Pflanzen kaufen will gelernt sein

Ich bin kein Garten- und damit kein Pflanzenkauf-Spezialist. Eher der Mitläufer, der gelegentlich seine Frau beim Einkauf begleitet. Als Laie konzentriere ich mich auf das Äussere einer Pflanze, den Preis und ob sie leicht zu transportieren ist. Wie sieht sie in meinem Garten aus? Bei meiner Recherche im Internet, ob es Insidertipps für den Pflanzenkauf gibt, bin ich auf wertvolle Infos gestossen.

Pflanzen kaufen will gelernt sein

Die richtigen Pflanzen kaufen will gelernt sein

Gartencenter oder Gartenbauer

Pflanzen können im Gartencenter oder beim Gartenbauer gekauft werden. Bei grossen Gartencentern (nicht Familienbetriebe) gibt es Verkaufstricks, damit Kunden mehr kaufen. Vor dem Laden wächst eine bunt blühende Blumenpracht. Damit werden Käuferinnen und Käufer auf das Ladeninnere eingestimmt. Denn der erste Eindruck soll positiv sein. Eindrücke entscheiden mit über den Kauf. Im Innern des Gartencenters steht ein wahres Blütenmeer. Was hier wunderschön aussieht, kann im heimischen Garten als einzelne Pflanze anders wirken. Bei jedem Pflanzenkauf ist darum die Vorstellungskraft gefordert. Am besten vor dem Einkauf mit dem Smartphone ein Foto vom eigenen Garten machen, um beim Einkauf eine Gedächtnisstütze zu haben.

Der Kauf beim Gartenbauer

Hier wird nicht mit Lichtelementen und anderen Verkaufsanreizen gearbeitet. Die Pflanzen stehen in Reih und Glied, ohne Aktionsschilder, einfach und natürlich. So, wie sie gewachsen und gepflegt worden sind. Der Gartenbauer nimmt sich, gegebenenfalls dank einer telefonischen Voranmeldung Zeit und steht mit seinem ganzen Wissen zur Verfügung. Die Gefahr, dass er kranke Pflanzen verkauft, ist gering, im Gartencenter schätze ich sie aufgrund der höheren Mengenabfertigung grösser ein. Insiderwissen und Kompetenz verhindern späteren Frust. Woran lässt sich beispielsweise eine gute Thuja erkennen? Am gleichmässigen Wuchs. Sie soll gut belaubt und eine gute Zweigdichte haben. Braune Stellen weisen auf eine schwächelnde Pflanze hin. Das sind Tipps, denen beim Kauf im Shopping-Gartencenter zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Standort, Wurzeln und Herkunft

«Sich fehl am Platz zu fühlen» hat kein Mensch gerne. Das ist bei Pflanzen nicht anders. Daher ist die Standortwahl wichtig. Gut verzweigte Wurzeln mit zahlreichen Feinwurzeln sind eine Voraussetzung für gutes Anwachsen. Über die Wurzelhaare werden Wasser und Nährstoffe aufgenommen. Der Spruch «die Wurzel des Übels» hat seine Richtigkeit. Stimmt dort etwas nicht, kann die Pflanze schwächeln und eingehen (Quelle: green-24.de). Weiter ist die Frage der Herkunft zu klären.

Der Unterschied verschiedener Pflanzenangebote liegt in der Qualität und die sieht in erster Linie der Fachmann. Nicht jeder grosse Verkaufsladen muss zwingend mangelhafte Ware führen. Das Personal im Gartencenter kann kompetent Auskunft geben und der Gartenbauer kann eine anfällige Pflanze erwischen. Es geht um die sichtbare Überzeugung, gute Pflanzen zu verkaufen und langfristig zufriedene Kunden zu haben. Und es geht letztendlich um den aufmerksamen Kauf.

Es ist wie bei vielem anderen eine Frage der Qualität und ob einem diese Investition wert ist. Unter Qualität verstehe ich die bisherige Pflege, den Zustand und die Perspektiven, wie lange die Pflanze gedeiht und lebt. Pflanzen kaufen, da gibt es einiges zu beachten, wenn man lange Freude an den Pflanzen haben möchte.

Weiterführend Tipps rund um Pflanzenkauf: