Jeder gestaltet seinen Garten individuell

Beim Thema Gartengestaltung gibt es kein «richtig» oder «falsch». Die Gestaltung eines Gartens und die Bepflanzung eines Balkons oder einer Terrasse richten sich nach den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten, den Nutzungsplänen, den Vorlieben des Gärtners und – vor allem – nach den Blumen, Bäumen und Sträuchern, die man pflanzen, sowie dem Obst und Gemüse, das man anbauen möchte.

Abrissbagger, Mulden und Container

Wenn man beim Rückbau schonend vorgeht, können 90 % der beim Rückbau entstehenden Bausubstanzen nach einer Wiederaufbereitung wieder für den Bau verwendet werden. Eine kleine Analyse aufgrund von Kinderfragen.

Den Garten schon im Winter planen

Winterzeit, der erste Schnee fällt. Schon frühmorgens, während viele noch im Bett liegen, werden die Strassen von den Schneeräumungsdiensten oder pflichtbewussten Nachbarn geräumt. In der dunkleren Zeit des Jahres ist uns unser Garten weniger bewusst. Vor allem darum, weil der Schnee sehr vieles zudeckt. Zeit für die Gartenplanung fürs nächste Jahr! Wirklich? Ja. Planung ist heute frühzeitig möglich und kann via Internet stressfreier gemacht werden.

Unkraut im Garten?

Seit einigen Monaten sind wir stolze Gartenbesitzer. Mit grosser Freude laden wir Freunde, Verwandte und Bekannte zum Gärtnern und Grillieren ein und freuen uns riesig über die helfenden Hände und die zahlreichen Tipps.

Meine Aufgabe in unserem Garten besteht darin, Unkraut – oder das, was ich dafür halte – zu entfernen. Und so knie ich manchmal zwischen den Himbeerranken oder im Gemüsebeet und rupfe schweren Herzens gesundes Grünzeug aus der Erde. Nun gibt es – zum Glück für unsere Gartenflora – nur wenige Pflanzenarten, die ich eindeutig bestimmen kann und denen ich das Bleiberecht in unserem Garten abspreche. Dazu gehören die Grosse Brennnessel (Urtica dioica) und der Löwenzahn (Taraxacum officinale). So schön ich die gelben Blümchen finde und so gerne ich auch die Flugschirme von den Pusteblumen puste, so sehr möchte ich doch auch vermeiden, dass die gelbe Pracht komplett die Herrschaft über unseren Garten übernimmt. Und die Brennnesseln müssen mir weichen, weil die Quaddeln auf meinem Unterarm auch nach über einer Woche noch jucken. Mein Mann reisst Brennnesseln jedoch nur aus hehren Gründen aus und stellt daraus biologischen Dünger sowie Pflanzenschutzmittel her.

Brennnesseln im biologischen Gartenbau

Brennnessel-Extrakt als Pflanzenschutzmittel:

Der Kaltwasserauszug aus Brennnesseln dient der Pflanzenstärkung und hilft gegen beissende und saugende Insekten. Um den Extrakt herzustellen, weicht man etwas ein Kilo zerkleinerte Brennnesseln in zehn Liter kaltem Wasser ein. Am nächsten Tag siebt man den Kaltwasserextrakt ab und spritzt ihn auf die Pflanzen.

Brennnessel-Jauche als Dünger:

Ein sehr guter biologischer Pflanzendünger ist Brennnessel-Jauche. Die Jauche aus Brennnesseln muss bei warmem Wetter mindestens für zwei Wochen gären. Dazu gibt man einen Teil der frischen, grob zerkleinerten Pflanzen in eine Tonne aus Holz oder Kunststoff und giesst mit zehn Teilen Wasser auf. Der Gärungsprozess beginnt, je nach Temperatur, nach ungefähr ein oder zwei Tagen. Man erkennt dies an der Schaum- und Bläschenbildung an der Oberfläche. Der Gärprozess benötigt reichlich Sauerstoff. Damit die Jauche schneller vergärt, sollte man sie regelmässig umrühren. Sobald sie nicht mehr schäumt, ist sie fertig und kann mit der Giesskanne als Dünger ausgebracht werden. Dabei sollte man darauf achten, dass man die zu düngenden Pflanzen nicht mit der Brennnessel-Jauche begiesst. Aufgrund des hohen Nährstoffgehalts kann es sonst zu Verbrennungsschäden kommen.

Naturgarten: Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Abgesehen von der Tatsache, dass ich die meisten Pflanzen in unserem Garten nicht bestimmen kann, lasse ich die meisten Gewächse einfach wachsen. Die Blumen, Kräuter und Stauden wissen sicherlich weit besser als ich, wo sie sich wohlfühlen und wo sie gerne wachsen möchten. Ausserdem könnte es sich dabei um Gartenkräuter, Heilpflanzen, Gemüse oder Blumen handeln, die man ja noch brauchen könnte. Diese Pflanzen als Unkraut zu bezeichnen – nur weil sie uns Gärtnern nicht in den Kram passen – finde ich ziemlich arrogant. Schliesslich bieten sie Hummeln, Bienen und den zahlreichen anderen Insekten (die ich auch noch nicht bestimmen kann) Nahrung und Schutz. Ich war übrigens überrascht, dass unsere aufgehängten Insektenhotels umgehend bevölkert wurden. Es besteht also auch bei den kleinen Gartenbewohnern ein grosser Bedarf an schönem Wohnraum.

Bei der Gartenplanung berücksichtigen: Insekten sind mitbewohner

Um die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu unterstützen, finde ich es wichtig, einen Garten so natürlich wie möglich zu gestalten, nur wenig in die Natur einzugreifen und der Flora und Fauna im Garten viel Raum zum Leben zu geben. Einen Naturgarten, in dem Blumen, Stauden und Bäume einen möglichst natürlichen Lebensraum finden können, kann man auch von spezialisierten Gartenbauern, die beispielsweise das Bioterra-Label führen, anlegen lassen. Im Raum Zürich fördern die Spezialisten der GGZ – Gartenbau Genossenschaft Zürich – den biologischen Anbau und setzen sich für den Erhalt der Natur ein. Gerne legen Ihnen die Gartenbauer einen Naturgarten an, in dem sich alle – Menschen, Tiere und Pflanzen – gleichermassen wohl fühlen können.

Links und Quellenangaben:

Landressourcen nutzen

Verdichten statt Verschandeln: Wie sieht ein sinnvoller Umgang mit Schweizer Landressourcen aus?

Das Bevölkerungswachstum in der Schweiz setzt sich fort. Und wie! In einigen Jahrzehnten, so rechnet man uns vor (Bundesamt für Statistik), wird unser Land wohl gegen 10 Millionen Einwohner haben. Der Verkehr wird weiter ansteigen (man spricht von bis zu 70%); eine urbane, technische Zukunft erwartet uns. Bis zu 400’000 neue Gebäude und Wohnungen werden gebraucht. Das ist kein Grund zur Furcht. Verdichtetes urbanes Leben, wie es an manchen Pionierorten in der Schweiz bereits umgesetzt wird , verändert unser Zusammenleben zum Positiven.

Intelligenter Umgang mit (Land)Ressourcen

Die Schweizer Wirtschaft braucht Zuwanderung. Damit einhergehen muss auch ein Wandel im gesellschaftlichen Denken. Es ist ganz entscheidend, schon jetzt die richtigen Fragen zu stellen: Wie können wir in Anbetracht einer stark wachsenden Schweiz sinnvoll und verantwortungsbewusst mit den zur Verfügung stehenden Landressourcen umgehen? Wie kann man einen drohenden Dichtestress verhindern und trotzdem mehr Menschen beherbergen?

Was einige als Krise verstehen, ist für die anderen eine Chance. Die Herausforderung besteht darin, bestehende Areale intelligent weil ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig, in Form von neuen Quartieren zu nutzen – so werden letztlich Landschaft und Natur geschont.

Verdichten dank wirksamer Arealentwicklung

Verdichten dank wirksamer Arealentwicklung

Verdichten statt Verschandeln!

In der Schweiz ist Platz für eine höhere Bevölkerung. Damit die Lebensqualität mit der Verdichtung nicht abnimmt, sondern im Gegenteil weiter steigen kann, sind sinnvolle, gut durchdachte Wohnformen notwendig. Konkret heisst das, dort zu bauen respektive umzubauen, wo schon etwas war – und die freien Flächen am Stadtrand, im Mittelland und in den Alpen zu wahren. Alte Industrieareale, Silos und Hafenanlagen umzunutzen, bedeutet nicht nur lokale Stadtgeschichte zu erhalten, sondern vor allem auch, brauchbare Bausubstanz nicht verloren zu geben und unnötigen Energieaufwand zu vermeiden.

Graue Energie nutzen

Die Energie, die man für Planung und Abriss eines Gebäudes aufbringen muss, wird sinnigerweise als graue Energie bezeichnet. Die Produktion von Materialien und Infrastruktur der Baustelle braucht Energie, die bei einem Abriss für immer verloren geht. Dabei könnte die alte Bausubstanz mit kreativer und fähiger Planung für neue Projekte zum Grundstein werden – und zum Alleinstellungsmerkmal. Denn die graue Energie im Rahmen von Arealentwicklung zu nutzen, bedeutet nicht nur nachhaltig, sondern auch geschichtsbewusst und verantwortungsvoll neuen Raum für Wohnen und Arbeiten zu schaffen.