Wie entwickelt sich die Solarenergie Photovoltaik?

Welche Bedeutung hat dieser natürlicher Strom und erneuerbare Energie? Unser Autor, Reto Ramstein, ist dieser Frage nachgegangen.

Seit etwa 200 Jahren ist die technische Nutzung der Solarwärme möglich und seit einigen Jahrzehnten die Umwandlung des Sonnenlichtes in Strom. Die Schweizer Solarindustrie ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. Gemäss dem Branchenverband Swiss solar beschäftigt die Industrie 5000 – 7000 Personen und im Jahr 2008 wurde bereits rund 1.9 Mia. Franken erwirtschaftet. Die Photovoltaik ist damit auch zu einer wichtigen Technologie geworden, wobei die Schweiz zu den ersten Ländern gehörte, welche diese Solartechnik entwickelt hat. Mit jährlichen Marktwachstumsraten von über 50 Prozent ist ein Boom für die Produktion von Photovoltaikanlagen im Gang.

Billiger Solarstrom

Früher musste der Verbraucher für eine Kilowattstunde (KWh) Solarstrom noch 1.20 Franken bezahlen, heute sind es zwischen 50 und 75 Rappen. Es wird zudem erwartet, dass diese Preise in Zukunft weiter sinken werden, was die Produktion von Photovoltaikanlagen noch zusätzlich anheizen könnte. (Quelle: Agentur für erneuerbare Energien AEE).

Bedeutung/Nutzung der Photovoltaikanlagen

Aufgrund standardisierter Anlagentypen für Warmwasser und Heizungsunterstützung werden immer mehr Photovoltaikanlagen gebaut. Die daraus entstehende Solarwärme ist mit jedem anderen Energieträger kombinierbar. Das Nutzungspotential ist deshalb sehr gross: wenn alle bestehenden Gebäude optimal saniert würden, könnte mittels Photovoltaikanlagen der gesamte Wärmebedarf der Schweizer Haushaltungen gedeckt werden. Darüber hinaus produzieren diese Anlagen den Strom ohne lästige Emissionen, wie etwa Abfall, Lärm und Abgase. (Quellen: Bundesamt für Energie, bfe.admin.ch/themen, swissolar, Swissolar.ch/de/photovoltaik/) . Infolgedessen wird die Photovoltaik für eine nachhaltige Energieversorgung eine entscheidende Bedeutung haben. Wer jetzt in Photovoltaikanlagen investiert, ist sicher gut beraten, denn bis zum Jahr 2050 könnten rund 20 Prozent des derzeitigen Strombedarfs durch Photovoltaik erzeugt werden.

Fördergelder für Photovoltaikanlagen

Die Installation einer Solaranlage wird mit Fördergeldern unterstützt und ist steuerlich abzugsfähig. (Quelle: Bundesamt für Energie, bfe.admin.ch/themen)
Auf Bundesebene werden Photovoltaik-Anlagen mit der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) gefördert. Die KEV deckt die Differenz zwischen Produktion und Marktpreis und garantiert den Stromproduzenten von Photovoltaikanlagen einen Preis, der ihren Produktionskosten entspricht.

Planung einer Photovoltaik-Anlage

Planung einer Photovoltaik-Anlage

 

Empfehlungen an den Interessenten bei der Planung einer Photovoltaikanlage:

  • Anmeldung der neuen Anlage. Neue Photovoltaik-Anlagen müssen bei der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid angemeldet werden. Es besteht eine Warteliste für Neuanmeldungen (Quelle: Bundesamt für Energie, bfe.admin.ch/themen). Es ist deshalb zu empfehlen, dass die Anmeldung möglichst rasch an die Hand genommen wird. Das konkrete Anmeldeverfahren ist auf der Website von Swissgrid detailliert beschrieben (Swissgrid.ch/content/swissgrid/de/home/experts/topics/renewable_energies/crf.htm)
  • Benutzung des Solar-Dach Rechners. Mit Hilfe des Solar-Dach Rechners vom Branchenverband Swiss solar (Swissolar.ch/de/fuer-bauherren/solardachrechner/) kann der Interessent ausrechnen, welche Energiemenge seine Photovoltaikanlage produzieren wird und welche Förderung er dafür erwarten kann.
  • Berücksichtigung der kantonalen Förderung und der Energieversorger. Der Bau von Photovoltaikanlagen wird auch durch die Kantone und die einzelnen Energieversorger – mit Investitionsbeiträgen oder kantonalen Einspeisevergütungen – gefördert. Steuerabzüge sind ebenfalls möglich (Quelle: swisssolar, http://www.swissolar.ch/de/unsere-themen/foerderung/). Es ist deshalb zu empfehlen, sich direkt bei seinem Energieversorger über mögliche Beiträge zu informieren.

Autor: Reto Ramstein, Jurist

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