Professionelle Bauabnahme: Sicher ist sicher!

Gäbe, stünde, hätte, würde … der Konjuktiv ist für viele Besitzer eines neuen Hauses oder einer neuen Eigentumswohnung leider viel zu oft Realität. Man lebt in einem Provisiorium und sieht sich dem noch lange ausgesetzt. Der Gang vors Gericht kostet viel Kraft und Geld. Verhindern würde so etwas eine korrekte Bauabnahme. Ein wahre Geschichte, geschrieben von Jasmin Taher.

Wir haben vor geraumer Zeit eine nette Familie kennengelernt. Unsere Kinder sind fast im gleichen Alter, die beiden Grossen verstehen sich gut und haben die gleichen Hobbys. Weil auch wir Mamas auf einer Wellenlänge sind, haben wir uns immer wieder auf dem Spielplatz, im Restaurant oder im Biergarten getroffen. Aufgrund der herbstlichen Witterung wollte ich mich jedoch kürzlich nicht auf der Kürbisausstellung verabreden. Stattdessen habe ich Mama, Sohn und Tochter zu uns nach Hause eingeladen. Danach kam eine Gegeneinladung und vor ein paar Wochen waren wir zum ersten Mal in ihrem neuen Zuhause zu Besuch. Sie wohnen in einem wunderschönen, neu gebauten Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, etwas über der Strasse an einem Berg gelegen mit unverbaubarem Blick auf die im Tal liegenden Altstadt.

Terrasse und Garten sind nicht fertiggestellt

Theoretisch gäbe es auf der Südseite des Hauses eine Terrasse mit Geländer und einen natürlich angelegten, terrassierten Hanggarten mit grossen Natursteinen. Unten an der Strasse stünde eine Garage und vor der Garage gäbe es mehrere gepflasterte Autostellplätze. – Sie merken selbst, ich schreibe im Konjunktiv. Denn die Realität sieht anders aus: Schaut man aus der grossen Glasfront auf die Terrasse, beschleicht einen ein ungutes Gefühl. Nach einigen Reihen mit Steinplatten geht es steil den Berg hinab. Statt eines schön bepflanzten, hängenden Gartens sieht man einen unbefestigten, erdigen Abhang. Anstatt grosser, grob behauener Steinquader ist die obere Kante der Terrasse mit Pflanzringen aus Beton abgesichert.

Auf dieser Terrasse kann man keine Kinder spielen lassen. Zu gross ist die Angst und die Gefahr, dass die Kleinen abstürzen könnten.

Sich Ärger sparen, dank einer professionellen Bauabnahme

Ärger sparen, dank einer professionellen Bauabnahme

Sich Ärger sparen, dank einer professionellen Bauabnahme.

Jahrelanger, nervenzehrender Rechtsstreit

Vor anderthalb Jahren sind sie – mit grosser Verspätung – ins neue Heim gezogen. Der Rechtsstreit mit dem Bauunternehmen hat bereits vor dem Einzug begonnen.

Eine finale Bauabnahme ist noch nicht erfolgt. Auch wenn sich die Bauherren im Recht wissen, kostet der jahrelange Streit vor Gericht Nerven und Kraft.

Obwohl Bausachverständige die gravierenden Mängel – die teilweise selbst ein Nicht-Fachmann erkennen kann – bestätigt haben, kommt eine Lösung des Problems noch nicht in Sicht. Die Beton-Garage steht fertig gegossen bei einem Dienstleister, kann beziehungsweise darf aber nicht aufgebaut werden, solange die Problematik mit der Terrasse und dem Hanggarten nicht gelöst ist. Der gepflasterte Bereich vor dem Platz, an den die Garage aufgebaut werden soll, droht inzwischen auseinanderzufallen. An der Stelle, wo die Garage stehen sollte, ist nämlich eine flache Kiesgrube, in die die Pflastersteine vom Rand einer nach dem anderen hineinpurzeln.

Bauberater hilft, Baumängel bei der Bauabnahme zu erkennen

Eine nicht vorhandene Garage, eine nicht fertiggestellte Terrasse, eine fehlende Brüstung, einen unvollendeten Garten erkennt auch ein Laie bei einer Bauabnahme auf den ersten Blick.

Schwieriger wird es schon, wenn die falschen Steine, Ziegel oder Baustoffe verarbeitet wurden.

Den Unterschied zwischen einem Naturstein und einem Betonelement mag auch ein Nicht-Baufachmann erkennen. Es kann jedoch auch andere Mängel, Differenzen bei den Baumaterialien, Unterschiede bei der Qualität der eingesetzten Stoffe, Abweichungen von den Bauplänen geben, die ein Hobby-Baumarktbesucher leicht übersieht.

Es ist bei einer Bauabnahme ein grosses bauspezifisches und branchenrelevantes Fachwissen gefragt, über das ein Laie meistens nicht verfügt.

Auch Fragen in einem Bauexperten-Forum zu stellen, kann die fachkundige Unterstützung durch einen Bauberater – am besten während der gesamten Bauphase – nicht ersetzen.

Schlaflose Nächte wegen des Baustreits

Unsere Bekannte hat zugegeben, dass ihr die Situation mit dem Baustreit bereits viele schlaflose Nächte bereitet hat. Und nachts, wenn es am Haus knirscht oder knarzt, schreckt sie im Schlaf auf, weil sie Angst hat, dass gleich das ganze Haus den Berg hinunterrutscht.

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