Darauf muss man bei der Hausrenovierung achten

Ein Haus zu renovieren oder umzubauen kann die verschiedensten Gründe haben. Manche wollen gerne ihr Eigenheim verschönern, bei anderen steht Nachwuchs an, weshalb mehr Platz benötigt wird und wieder andere erhoffen sich durch eine Renovierung eine langfristige Einsparung von Energiekosten.

Dabei stehen viele Menschen vor dem Problem, nicht zu wissen, wie man am besten vorgeht.

In diesem Artikel erhalten Sie eine umfangreiche Checkliste, worauf sie bei der Planung und Durchführung ihres Hausumbaus achten müssen. Sie können diese Anleitung auch ausdrucken und bereits erfolgreich vollzogene Schritte abhaken, um so noch mehr Überblick zu haben.

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Planung und Vorbereitung

Die Renovierung eines Hauses will sorgfältig geplant werden. Die wichtigsten Punkte sind das Klären des Finanzierungsbedarfs, das Festlegen eines Konzeptes sowie das Einholen und Vergleichen mehrerer Angebote.

Finanzierung und Förderung

Umfassende Renovierungsarbeiten beginnen meist ab mehreren tausend Franken aufwärts. Je älter die Immobilie, desto höher auch die Kosten.

Es sollte geklärt werden, ob für das Umsetzen Ihrer Idee entsprechende Eigenmittel vorhanden sind oder ob ein Kredit aufgenommen werden muss. Stadt und Land bieten zahlreiche Förderungen. Besonders häufig werden ökologische Massnahmen wie z.B. energiesparende Fenster oder Wärmedämmung gefördert.

Am besten erkundigen Sie sich per Google-Suche, ob Ihr Vorhaben zumindest teilweise durch eine Förderung abgedeckt werden kann.

Festlegen eines Renovierungskonzeptes

Mit dem Festlegen des Renovierungskonzeptes legen Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Renovierung. Die Konzepterstellung lässt sich in mehrere Schritte gliedern:

  1. Führen Sie eine Bestandsaufnahme durch und definieren Sie alle Bereiche, die zu renovieren sind.
  1. Finden Sie heraus, ob die Anschlüsse des Hauses (Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Heizung) für einen erhöhten Bedarf nach der Renovierung ausreichend sind oder zusätzliche Leitungen verlegt werden müssen.
  1. Prüfen Sie, ob die Renovierung bewilligungspflichtig ist und ob es denkmalrechtliche oder ortsbildrechtliche Vorschriften zu beachten gibt. Auskunft erhalten Sie bei der Baubehörde Ihres Gemeindeamts.
  1. Finden Sie einen Betrieb, der Ihre Pläne umsetzen kann und klären Sie mit Fachleuten die genauen Kosten ab.
  1. Holen Sie sich mehrere Kostenvoranschläge ein und vergleichen Sie die Angebote. Achten Sie unbedingt darauf, ob Offerten verbindlich oder unverbindlich sind. Verbindlich bedeutet, dass die berechnete Summe den maximalen Betrag darstellt, der am Ende des Baus zu bezahlen ist.
  1. Erstellen Sie gemeinsam mit Ihrem Baumeister oder Architekten einen Plan und formulieren Sie das genaue Konzept aus.

Auftragsvergabe

Es gibt drei verschiedene Arten der Auftragsvergabe:

  1. Das Gesamtprojekt wird an einen Generalunternehmer übergeben und es wird ein fester Vertrag über den Preis und das Datum der Fertigstellung geschlossen. Die Verantwortung für sämtliche Termine, Qualität und etwaige Kostenüberschreitungen trägt der Generalunternehmer.
  1. Sie übergeben die Leitung des Baus an eine Baufirma oder an einen Architekten. Handwerker werden gemeinsam ausgewählt, Architekt oder Baumeister überwachen den Fortschritt des Baus und führen in Ihrem Namen Reklamationen durch. Im Unterschied zur Vergabe an einen Generalunternehmer tragen Sie jedoch das Risiko, sollte es entsprechende Versäumnisse oder Fehler geben und zu einem gerichtlichen Prozess kommen.
  1. Sie erledigen die Organisation und die Auftragsvergabe an Handwerker selbst

Bei jeder Art der Auftragsvergabe sollten Sie auf eine möglichst genaue Beschreibung der Dienstleistungen, der zu verwendenden Materialien und angestrebten Fertigstellungstermine achten. Auch ein Rücktritt bei Leistungsunfähigkeit bzw. -unwilligkeit sollte ausdrücklich vereinbart werden. Lesen Sie die Geschäftsbedingungen der Vertragspartner im Vorhinein genau, damit Sie keine ungewollten Risiken eingehen.

Durchführung der Renovierungsarbeiten

Wenn alle Bewilligungen eingeholt und Handwerker organisiert sind, kann der Umbau beginnen. Auch wenn Sie den Auftrag an einen Generalunternehmer übergeben haben, sollten Sie den Baufortschritt persönlich kontrollieren. Führen Sie Buch über die Termine, die Qualität der Arbeit, die Anzahl der Arbeitsstunden sowie Qualität des verwendeten Materials, am besten mit Fotos. Im Ernstfall bietet diese Dokumentation eine Argumentationshilfe bei Rechtsstreitigkeiten.

Fazit: Ein Haus umzubauen oder zu renovieren erfordert einiges an Planung und Vorbereitung. Bis zur Fertigstellung des Umbaus können durchaus einige Monate vergehen. Mit dieser praktischen Anleitung behalten Sie jedoch den Überblick und können sicherstellen, dass die Änderungsarbeiten an Ihrem Haus schlussendlich ein voller Erfolg werden.

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