Ein Haus kaufen – prüfen lohnt sich

Bei einem niedrigen Zinsniveau lockt oft auch der schnelle Immobilienkauf. Allerdings ist es hierbei meist von Vorteil, vor dem Kauf einen Sachverständigen zu beauftragen, bevor man sich hinterher vielleicht ärgert oder eine Menge Geld verliert. Lesen Sie im Folgenden, wann Sie für einen Hauskauf einen Gutachter hinzuziehen sollten.

Ein Immobiliengutachten beim Haus-, Gebäude- oder Immobilienkauf hilft

Ein Immobiliengutachten beim Haus-, Gebäude- oder Immobilienkauf hilft

Ein Immobiliengutachten beim Haus-, (Industrie)Gebäudekauf hilft

Warum ist ein Immobiliengutachter hilfreich?

Bei einem Immobilienkauf besteht besonders bei den vermeintlichen Schnäppchen die Gefahr, dass das Haus erhebliche Mängel aufweist, die man auf den ersten Blick jedoch nicht erkennt. Um sicherzugehen, dass Sie auch wirklich ein solides Haus zu einem angemessenen Preis kaufen, sollten Sie die Immobilie auf Mängel überprüfen lassen, ebenso, wenn Sie noch über den Preis verhandeln wollen.

Ein Immobiliengutachter schützt Sie vor Fehlkäufen und überhöhten Preisen.

Übrigens: Ein privater Verkäufer kann die Begehung durch einen Bausachverständigen verneinen. In diesem Fall sollten Sie aber auf jeden Fall Abstand vom Kauf nehmen, denn die Ablehnung weist sehr stark auf versteckte Mängel hin, die der Verkäufer nicht nennen möchte. Ein Haus mit einer Vielzahl an Schwachstellen kann für Sie einen erheblichen Mehraufwand bedeuten, denn oft übersteigen die Reparaturkosten den eigentlichen Wert der Immobilie.

In diesen Fällen sollten Sie einen Immobiliengutachter beauftragen

  • Wenn das Baujahr mehr als 20 Jahre zurückliegt,

    denn durch die langjährige Nutzung wird der Wert der Immobilie gemindert und ab etwa 20 Jahren geht man von den ersten grösseren Renovierungen aus.

  • Wenn das Haus ungewöhnlich günstig ist,

    denn wenn der veranschlagte Kaufpreis deutlich unterhalb der üblichen Verkehrswerte liegt, hat das in der Regel auch gute Gründe. Dies kann eine persönliche Situation des Verkäufers sein, der dringend Geld benötigt, vielleicht aber ist das Haus auch nur vermeintlich in einem guten Zustand. Ein Bausachverständiger hilft Ihnen hierbei, eine mögliche Fehlinvestition zu vermeiden.

  • Wenn das Haus ungewöhnlich teuer ist,

    denn hier kann ein Gutachter Sie bei der Kaufpreisverhandlung unterstützen.

  • Wenn Sie Zweifel am Zustand der Immobilie haben,

    weil Ihnen beispielsweise bei der Besichtigung doch einige Bedenken gekommen sind, ob Dach, Wände oder Fenster wirklich einwandfrei sind.

Welche Aufgaben erfüllt ein Bausachverständiger beim Immobilienkauf?

Der Gutachter prüft den Zustand der Immobilie, eventuelle Mängel und Schäden und die Sorgfalt der durchgeführten Umbaumassnahmen sowie die Korrektheit der Angaben im Exposé. Tatsachen und Beurteilung des Objektes fasst er in einem Verkehrswertgutachten zusammen, ggf. auch mit Bildern oder Nachweisen. Vor allem folgende Punkte sind bei der Prüfung wichtig:

  • Baulicher Zustand der Immobilie:

    Ist die Bausubstanz einwandfrei oder weist sie bereits Schäden auf? Sind die Wände trocken, der Keller schimmelfrei, und wie sieht es mit der Energieeffizienz sowie Wärmeisolierung der Immobilie aus (Wände, Türen, Fenster, Dachisolation)?

  • Heizung, Elektroinstallationen, Wasserleitungen:

    Wie alt und in welchem Zustand sind sie? Heizungsanlagen müssen nach maximal 30 Jahren ausgetauscht werden, Elektroinstallationen nach 40 Jahren, Wasserleitungen nach 50 Jahren. Der Gutachter schätzt die Dringlichkeit der Sanierungen sowie die Kosten dafür.

  • Gesundheitsschädliche Substanzen:

    Was früher noch als undenklich galt, wird heute manchmal als gesundheitsgefährdend eingestuft, beispielsweise altes PVC sowie Holzlacke und Klebstoffe. Ganz oben auf der Liste der ungewünschten Baustoffen rangieren auch Asbest oder Schimmel.

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© Autorenteam – Haus-Planen.ch – 08.04.2020