Der Klimawandel und die globale Erwärmung

Der Klimawandel und die globale Erwärmung beruhen unter anderem auf einer Erhöhung der Konzentration an Treibhausgasen in unserer Atmosphäre, aus der variierenden Sonneneinstrahlung und dem Rückstrahlvermögen der Erdoberfläche und der Ozeane. Die aktuelle massive Erwärmung der Erde ist jedoch vorwiegend auf den Menschen zurückzuführen und könnte im schlimmsten Fall zu einer Erderwärmung von bis zu 5 °C bis zum Ende des 21. Jahrhunderts (im Vergleich zum Zeitraum von 1980 bis 1999) führen. Was können wir tun?

Das Klima in den unterschiedlichen Regionen der Erde wandelt sich massiv und hat Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Gesundheit und vor allem auf die Natur.

In Mitteleuropa und in den Alpen erhöhen sich die Temperaturen vor allem im Winter stärker als im globalen Mittel. Zusätzlich zur Erwärmung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Extremereignisse, wie beispielsweise Hitzewellen, extrem trockene Sommer, Starkregen und plötzliche Kälteeinbrüche. Infolge der Erwärmung kommt es bereits jetzt zu Gletscherschwund im Alpenraum und zum Auftauen der Permafrostgebiete, was zu vermehrten Felsabstürzen und Erdrutschen führt.

Klimawandel Natur, Bäume, Pflanzen u.a Was können wir tun?

Klimawandel Natur, Bäume u.a Was wir tun können?

Klimawandel Natur, Bäume, Pflanzen u.a Was können wir tun?

Verlängerte Vegetationsperiode durch wärmeres Klima

Das veränderte, wärmere Klima sorgt für verlängerte Vegetationsperioden der Pflanzen und Bäume in unseren gemässigten Breiten. Vor allem wenn die Winter extrem mild und frost- sowie schneefrei bleiben, wird die Vegetationsperiode immer länger. Sprich, sie könnte bereits Mitte Februar beginnen, ein früher Frühlingsdurchbruch würde zur Norm. Die Vegetationsperiode in Zürich könnte bis zum Ende des 21. Jahrhunderts von Februar bis Mitte Dezember andauern.

Bereits jetzt blühen Rosenstöcke in Zürich in geschützten Lagen fast das ganze Jahr hindurch.

Die Erderwärmung, der Klimawandel und das wärmere Klima haben also einen entscheidenden Einfluss auf unsere Vegetation.

Hitze und Trockenheit bedeuten Stress für Pflanzen

Vor allem künstlich angelegte Pflanzen, Bäume und Büsche in den Städten sind aufgrund des Klimawandels extremen Wetterlagen mit länger anhaltende Hitze und Trockenheit ausgesetzt. Auch Starkregen und plötzliche Kälteeinbrüche treten im Zuge des Klimawandels gehäuft auf. Es ist also keine Option, Stadtbäume und die Bepflanzung Gärten und Parks durch mediterrane Pflanzenarten zu ersetzen und Bäume aus dem sonnigen Süden, wie beispielsweise Palmen, Pinien, Oliven- oder Feigenbäume zu pflanzen. Denn diese Arten reagieren häufig empfindlich auf Frost und Nässe. Andererseits bedeuten Hitze- und Trockenperioden Stress für die heimischen Gehölze und Pflanzen.

Durch heisses Wetter und Wassermangel wachsen Bäume langsamer, werden spröde und brüchig und anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.

Trockenresistente Bäume und Sträucher pflanzen

Buchen und Fichten leiden stark unter dem veränderten Klima. Vor allem hochgewachsene, grosse Bäume haben bei Hitze und Wassermangel Probleme damit, Wasser hoch bis in die Krone zu transportieren.

Einige Baum- und Straucharten zeichnen sich jedoch besonders durch gute Trockenresistenz aus. Für trockene bis sehr trockene Standorte kommen als Nadelbäume Föhren und Lärchen infrage. Als Laubbäume sind Traubeneichen, Spitz- und Feldahorn, Hagebuche, Winterlinde, Kirschbäume und Birken gut geeignet. Auch die folgenden Pflanzen, Stauden und Sträucher halten Hitze und Trockenheit vergleichsweise gut aus, sind für den Klimawandel bestens gewappnet und können gut auch an sonnigen oder trockenen Standorten in Gärten, Anlagen und Parks gepflanzt werden:

  • Fetthenne
  • Ginster
  • Hasel
  • Holunder
  • Königskerze
  • Lavendel
  • Liguster
  • Malve
  • Mispel
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Schwertlilie
  • Sommerflieder
  • Tamariske
  • Thymian

© haus-planen.ch – veröffentlicht 02.03.2020 (jt)

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