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Moderne Holzhäuser bieten viele Vorteile

Die zunehmende Beliebtheit moderner Holzhäuser hat Gründe. Einer davon liegt in der besonders natürlichen Wohnatmosphäre, ein anderer ist zum Beispiel die überzeugende Öko-Bilanz des Holzhauses.

Minergie – Marke für nachhaltiges Bauen

Minergie ist in der Schweiz eine geschützte Marke für nachhaltiges Bauen. Der Verein Minergie, Inhaber der Minergie-Marke, sitzt in Basel. Nach den Minergie-Baustandards können sowohl neue als auch modernisierte Gebäude zertifiziert werden, dabei werden für verschiedene Gebäudekategorien unterschiedliche Anforderungskataloge herangezogen. Minergie und was es genau bedeutet, hier in diesem Artikel.

Angenehmes Wohnen im Holzhaus

Das Wohnambiente in einem Holzhaus ist kaum zu übertreffen. Die Häuser bieten ein warmes, angenehmes und gesundes Wohnklima. Weitere Vorteile von Holzhäusern und dem Baustoff Holz sind unter anderem, dass Holz ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff ist, der eine gute Ökobilanz aufweist.

Holz als Baustoff für Häuser

Wenn Sie nach einer langen Wanderung vor sich zwei Bänke nebeneinander stehen sehen, eine aus Stein und eine andere aus Holz, auf welche der beiden Bänke würden Sie sich wohl setzen?

Holz ist einer der ältesten Werkstoffe der Welt. Schon vor Jahrtausenden wurde das Material im Hausbau verwendet. Heutzutage weiss man jedoch viel mehr über Holz als Baustoff als früher und dank der modernen Technik, kann man Holz besser verarbeiten und qualitativ hochwertigere Produkte herstellen.

Inzwischen werden nicht nur rustikale Hütten und Blockhäuser aus Holz gezimmert. Auch Einfamilienhäuser und sogar ganze Wohnblöcke werden aus Holz konstruiert. Häufig sieht man den Gebäuden von aussen nicht einmal an, dass sie aus Holz gebaut wurden. Im Hausinneren spürt man jedoch den Unterschied: Der grosse Vorteil von Holzhäusern ist, dass sie ein angenehmes, gesundes Wohnklima ausstrahlen und einen heimeligen Ort zum Wohlfühlen bieten.

Vorteile von Holzhäusern

Holz ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff, der sich durch eine gute Ökobilanz auszeichnet. Nicht nur das Baumaterial ist nachhaltiger zu produzieren als die meisten anderen Baustoffe; dank der guten isolierenden Wirkung selbst dünner Holzwände, können Häuser aus Holz im Winter mit weniger Energie beheizt werden. Im Sommer zeichnen sich Holzgebäude durch ein komfortables, kühles Raumklima aus. Die natürliche Atmosphäre eines Holzhauses sorgt dafür, dass man sich in der gemütlichen Umgebung wohl fühlt.

Ein Holzhaus bauen hat viele Vorteile

Holz macht das drinnen wie ein draussen: heimelig.

Mit Holz als Baustoff können Wohnbauprojekte schnell und effizient umgesetzt werden. Die Bauzeit ist, verglichen mit Steinhäusern oder Betongebäuden, deutlich kürzer und Holzhäuser sind sofort bezugsfertig. Es müssen keine langen, manchmal auch energiefressenden, maschinellen oder thermischen Trocknungsprozesse, abgewartet werden. Aufgrund des insgesamt geringeren Materialgewichts, werden für ein Holzgebäude geringere Anforderungen an Gelände und Bodenfestigkeit gestellt. So ist die Holzbauweise auch für schwierige Bodenverhältnisse gut geeignet.

Selbstverständlich haben Holzhäuser nicht nur Vorteile sondern auch Nachteile, die genannt werden müssen. Holz ist ein Naturprodukt, das – auch wenn die Hölzer vor der Verarbeitung für lange Zeit gelagert werden – ständig arbeitet und auf äussere Einflüsse reagiert. Und so kann es sein, dass sich das Material nach der Fertigstellung bewegt und verzieht. Beim Bau muss dieses Verhalten beim Verlegen von Fliesen, Rohrleitungen und beim Aufbau von Wänden berücksichtigt werden. Auch wenn das Holz knarrt und knackt, dürfen sich die Bewohner nicht daran stören, denn das gehört zur Natur dazu. Und dass sich beispielsweise Holzwürmer oder Schimmelpilze in dem hölzernen Baustoff wohl fühlen, ist auch nur natürlich. Der Bauherr muss sich also ständig um die Erhaltung und Pflege des Hauses kümmern und das Holz regelmässig lackieren, um Schädlingen vorzubeugen.

Damit es keine baulichen Mängel gibt und die Bauplanung beim Holzhausbau optimal durchgeführt wird, sollte man sich einen erfahrenen Holzbau-Experten an die Seite stellen.

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Leben im Holzhaus

Holzhaus: Wohnform mit Wohlfühlgarantie

Ob urige Arvenstube, heimelige Hütte oder futuristischer Kubus – Holz vermittelt Gemütlichkeit. Holz ist warm, Holz hat Charme – und Holz riecht gut. Die Aargauer Nationalrätin Sylvia Flückiger-Bäni ist Inhaberin eines Holzbau-Betriebs und verriet jüngst an einem Kongress in Bern: «Ich liebe diesen wunderbaren Holzduft in den Haaren von meinem Hanspeter, wenn er abends nachhause kommt. Auch von der Luft in unserer Produktionshalle, kann ich nicht genug bekommen.» Ihre Antwort auf die Frage, wo sie sich am liebsten erhole, sorgte für Lacher: Im Wald natürlich!

Der Wald liegt nah und wächst nach

Natürlich! Holz ist ein natürlicher Rohstoff – und ein immer beliebteres Baumaterial. Ein Drittel unserer Landesfläche besteht aus Wald. An die fünf Millionen Kubikmeter Holz werden in Schweizer Wäldern jährlich geschlagen. Zeitgleich wächst aber doppelt so viel davon nach – alle drei Sekunden ein Kubikmeter, um genau zu sein. Wer sich für ein Holzhaus entscheidet, wählt also ein Baumaterial, das sich ständig erneuert und quasi vor der Haustüre liegt. Die verhältnismässig kurzen Transportwege sparen Energie und schonen die Umwelt.

Jedes fünfte Einfamilienhaus ist ein Holzhaus

In der Schweiz erlebt Holz als Baumaterial eine regelrechte Renaissance. 20 Prozent der neu errichteten Einfamilienhäuser sind heute Holzhäuser. Dabei spielen die grandiose Ökobilanz und technische Entwicklungen eine grosse Rolle. Computer steuern die Planung und Produktion, was ein Höchstmass an Präzision erlaubt. Ob abgerundet, spitz oder flach, ob bunt lackiert oder naturbelassen, der Spielraum in Sachen Form und Design ist bei Holzhäusern riesig. Nicht jeder vermag es, einen Architekten mit seinen individuellen Wünschen zu beauftragen. Nach wie vor beliebt sind die Fertigbau-Häuser. Etwa 30 Holzrahmenelemente werden benötigt – und innert Kürze kann man es sich im neuen Holzheim gemütlich machen.

Keine Staublaus im Holzhaus

Der Bau eines Massivhauses geht nicht so schnell über die Bühne. Und die Gemütlichkeit kann nach dem Einzug empfindlich gestört werden. Nie vergesse ich die kleinen, weissgrauen Wesen an den Wänden unserer ersten Wohnung – Ein Baufachmann belehrte uns: Das seien Staubläuse. Sie ernährten sich von dem für uns nicht sichtbaren Schimmel. Dieser würde sich bilden, wenn der Rohbau nicht genug habe austrocknen können. Derlei kann einem im Holzhaus nicht passieren. Allergene, Schimmelpilze und andere Schädlinge finden hier praktisch keinen Lebensraum, die Staubentwicklung ist sehr gering.

Energiequelle Sonnenschein

Holzhausbesitzer und -besucher schwärmen auch vom angenehmen Klima. Tatsächlich: Wenn Dämm- und Baumaterial optimal aufeinander abgestimmt sind, bleiben Luftfeuchtigkeit und Temperatur in einem Holzhaus das ganze Jahr über nahezu gleich. Im Winter verhindert die Dämmung, dass Wärme nach draussen gelangt, also die Raumluft abkühlt. In der wärmeren Jahreszeit heizt sich das Haus durch die Sonne auf.

Planen Sie ein Holzhaus? Dann sind Sie alles andere als auf dem Holzweg!

Autorin: Manuela Herzog

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