Das richtige Werkzeug mieten und profitieren

Mehr Platz, mehr Licht, besser isoliert, mehr Zimmer oder leichter zugänglich – der Gewinn durch einen Umbau des Eigenheims ist spürbar und erlebbar für die ganze Familie. Und ein tolles Projekt zugleich! Denn hierzulande baut man gerne selber. Der Schweizer kann das. An hilfreicher Fachliteratur, nützlichen Onlinetipps oder kompetenten Nachbarn mangelt es in der Regel nicht – und so wird der Umbau, die Renovation oder gar der Neubau zu einem Erlebnis.

Bauen erfordert langen Atem

An einem darf es aber nicht mangeln: Bauen braucht Durchhaltevermögen. Denn ein Umbau in Eigenregie bedeutet eine Menge Arbeit, meist über einen langen Zeitraum. Auch wenn Profis am Werk sind, im Endeffekt bleibt etliches liegen, um das sich der Auftraggeber letztlich selbst kümmern muss. Es ist also kein Geheimnis: So oder so, wer renoviert oder baut macht vieles selbst. Nicht zuletzt, um möglichst viele Kosten zu sparen.

Am falschen Ort zu sparen, kann teuer werden

Doch aufgepasst: Kosten können am richtigen, aber sehr wohl auch am falschen Ort gespart werden. Wer auf gute Ausrüstung, effektives Werkzeug und seine eigene Sicherheit verzichtet, schiesst sich damit womöglich richtiggehend ins Knie. Über das ideale Werkzeug zu verfügen ist Grundvoraussetzung für einen gelingenden Umbau. Gemeinsam mit den richtigen Fachpersonen muss im Voraus besprochen werden, welche Werkzeuge vonnöten sind und wie genau Sicherheit garantiert werden kann.

Schneller und sicherer mit der richtigen Ausstattung

Je nach Dimension des Projektes muss beispielsweise überlegt werden, ob und wenn ja, welche Art von Kran, Pneukran, Hebebühne oder Arbeitsbühne dazu gemietet wird. Dank dieser Tools werden enorme Zeitersparnisse erreicht und wichtiger noch: Unfällen vorgebeugt. Natürlich sind mit der Miete solcher Geräte auch Kosten verbunden – doch zu sparen gilt es an anderen Orten.
Wer das richtige Werkzeug mietet, profitiert auf vielen Ebenen. Die Arbeit macht mehr Spass, es geht schneller voran und auch die Suva hat ihre Freude. Damit das Eigenheim also heller, grösser, schöner und den aktuellen Bedürfnissen entsprechend gestaltet werden kann, ist das entsprechende Werkzeug ganz bestimmt der erste Schritt.

Wenn die Mehrwertsteuer zum Fallstrick wird

Die in diesem Jahr revidierte SIA Norm 118 sorgt für teure Überraschungen

Ob in Zusammenarbeit mit einem Architekten, Bauunternehmer oder Gartenbauer, als Auftraggeber kommt man heute an der «Norm 118» des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) nicht mehr vorbei. Es ist der Standard, dass Verträge in allen nicht explizit geregelten Fragen auf SIA Norm im Sinne allgemeiner Vertragsbedingungen verweisen. So weit so gut. Nun wissen aber die Wenigsten, dass dieses Normenwerk kürzlich «sanft» überarbeitet wurde – laut offiziellem Statement angeblich nur dort, wo sie «nicht zu einer Verschiebung des Gleichgewichts zwischen den Vertragsparteien führte».

Dies entspricht jedoch kaum der Realität. Schwerwiegende Änderungen wurden unter den Teppich gekehrt – insbesondere das pikante Detail, dass die Mehrwertsteuer im ausgemachten Werkpreis nicht mehr miteinkalkuliert ist und also darüber hinaus zusätzlich verrechnet wird. Wer für eine Million ein Haus baut, erhält überdies noch eine Rechnung von CHF 80’000.- an Mehrwertsteuer.

«Wenn nichts anderes vereinbart ist, gilt die Mehrwertsteuer als nicht eingerechnet.»

Ob diesem Satz hat sich schon mancher Bauherr im Nachhinein erstaunt die Augen gerieben, als ihm nämlich klar wurde, dass die 8 % Mehrwertsteuer zum ausgemachten Werkpreis noch hinzukommen. Juristisch hat er jedoch keine Grundlage, sich zu beschweren – obschon diese Rechenart in der Schweiz eigentlich höchst ungewöhnlich ist. Diese Änderung der SIA Norm wird von der Rechtslehre scharf kritisiert, wiederspricht sie doch der bisherigen und sonst gängigen Praxis.

Im Normalfall bezahlt man hierzulande Endpreise, in denen sämtliche Steuern und Gebühren miteinberechnet sind. Es verwundert durchaus nicht, dass die Kommission, welche hinter der SIA-Revision steht, mehrheitlich aus Vertretern der Unternehmerseite besteht. Konsumentenschützer fehlen in diesem 19-köpfigen Gremium gar ganz.

Dem Auftraggeber bleibt also nur die sorgfältige Durchsicht des Normenwerks, auf das im Vertrag verwiesen wird – oder aber die explizite Thematisierung heikler Punkte, wie die Kalkulation der Mehrwertsteuer.

Kostenüberschreitung des Architekten als Vertragsverletzung

Was geschieht, wenn die effektiven Baukosten die vom Architekten ursprünglich aufgestellte Kosteneinschätzung massiv übersteigen? Inwiefern ist jener an seine Prognose gebunden? Und welche Toleranzwerte gelten sofern vertraglich keine festgelegt wurden?

Eine Kostenschätzung braucht Spielraum

Aufgrund des Prognosecharakters der Berechnungen des Architekten vor der Bauausführung ist dieser nicht angehalten, zu diesem Zeitpunkt absolut genaue Zahlen zu liefern. Doch mit der Kostenschätzung ist die Rechenarbeit des Architekten nicht getan. Er ist dazu verpflichtet, die voraussichtlichen Kosten mit dem Voranschreiten der Bauarbeiten laufend zu korrigieren und so detailliert und exakt wie möglich zu halten. So bleibt die Kostenschätzung also keine rein spekulative Angelegenheit – sie ist vielmehr an konkrete Haftungswirkungen gebunden.

Toleranzgrenze wird vertraglich festgelegt

Durch die Toleranzgrenze wird ein gewisser Spielraum für die Kostenentwicklung abgesteckt. Problematisch wird es dann, wenn eine ausdrückliche Bestimmung dieses Genauigkeitsgrads fehlt. Wenn nur die SIA-Ordnung als Vertragsinhalt vorliegt, so kommt der in der Schweiz als Faustregel geltende Genauigkeitsgrad von +/- 10 % zum Tragen. Die 10 %-Regel ist allgemein anerkannter Standard.

In der Praxis darf aber nicht vergessen werden zu definieren, auf welchen Gegenstand sich die Einschätzung genau bezieht. Sind Teuerung, Mehrwertsteuer und Kreditzinsen etwa in die Kalkulation miteinbezogen oder nicht?

Die Möglichkeit einer Kostenlimite

Die Vertragspartner haben neben der Festlegung einer solchen Toleranzgrenze auch die Möglichkeit, eine Kostenlimite festzulegen. Eine solche Limite gilt selbstverständlich nur dann, wenn sich der Architekt damit vertraglich einverstanden erklärt hat.

Landressourcen nutzen

Verdichten statt Verschandeln: Wie sieht ein sinnvoller Umgang mit Schweizer Landressourcen aus?

Das Bevölkerungswachstum in der Schweiz setzt sich fort. Und wie! In einigen Jahrzehnten, so rechnet man uns vor (Bundesamt für Statistik), wird unser Land wohl gegen 10 Millionen Einwohner haben. Der Verkehr wird weiter ansteigen (man spricht von bis zu 70%); eine urbane, technische Zukunft erwartet uns. Bis zu 400’000 neue Gebäude und Wohnungen werden gebraucht. Das ist kein Grund zur Furcht. Verdichtetes urbanes Leben, wie es an manchen Pionierorten in der Schweiz bereits umgesetzt wird , verändert unser Zusammenleben zum Positiven.

Intelligenter Umgang mit (Land)Ressourcen

Die Schweizer Wirtschaft braucht Zuwanderung. Damit einhergehen muss auch ein Wandel im gesellschaftlichen Denken. Es ist ganz entscheidend, schon jetzt die richtigen Fragen zu stellen: Wie können wir in Anbetracht einer stark wachsenden Schweiz sinnvoll und verantwortungsbewusst mit den zur Verfügung stehenden Landressourcen umgehen? Wie kann man einen drohenden Dichtestress verhindern und trotzdem mehr Menschen beherbergen?

Was einige als Krise verstehen, ist für die anderen eine Chance. Die Herausforderung besteht darin, bestehende Areale intelligent weil ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig, in Form von neuen Quartieren zu nutzen – so werden letztlich Landschaft und Natur geschont.

Verdichten dank wirksamer Arealentwicklung

Verdichten dank wirksamer Arealentwicklung

Verdichten statt Verschandeln!

In der Schweiz ist Platz für eine höhere Bevölkerung. Damit die Lebensqualität mit der Verdichtung nicht abnimmt, sondern im Gegenteil weiter steigen kann, sind sinnvolle, gut durchdachte Wohnformen notwendig. Konkret heisst das, dort zu bauen respektive umzubauen, wo schon etwas war – und die freien Flächen am Stadtrand, im Mittelland und in den Alpen zu wahren. Alte Industrieareale, Silos und Hafenanlagen umzunutzen, bedeutet nicht nur lokale Stadtgeschichte zu erhalten, sondern vor allem auch, brauchbare Bausubstanz nicht verloren zu geben und unnötigen Energieaufwand zu vermeiden.

Graue Energie nutzen

Die Energie, die man für Planung und Abriss eines Gebäudes aufbringen muss, wird sinnigerweise als graue Energie bezeichnet. Die Produktion von Materialien und Infrastruktur der Baustelle braucht Energie, die bei einem Abriss für immer verloren geht. Dabei könnte die alte Bausubstanz mit kreativer und fähiger Planung für neue Projekte zum Grundstein werden – und zum Alleinstellungsmerkmal. Denn die graue Energie im Rahmen von Arealentwicklung zu nutzen, bedeutet nicht nur nachhaltig, sondern auch geschichtsbewusst und verantwortungsvoll neuen Raum für Wohnen und Arbeiten zu schaffen.

Baustellen-Webcam: Gestochen scharfes Protokoll

«Bauabnahme: Den Neubau ohne Mängel gibt es nicht» schreibt der Beobachter in seiner Ausgabe vom 29. Januar 2016 und rät, bereits im Kauf-, Werk- oder Generalunternehmervertrag eine ordentliche Bauabnahme zu vereinbaren.

Wer baut, weiss, wenn das Bauobjekt endlich fertig ist, herrscht grosse Freude. Hoffentlich. Meistens. Es gibt da so eine kleine Realität, die – im Moment erlebt – vermutlich eher unwirklich wirkt. Die Tatsache, dass beim Bauen plötzlich versteckte Mängel auftauchen können. Natürlich hat das Gesetz für solche Fälle vorgesorgt. Recht haben, Recht bekommen und dieser mühsame Aufwand mit dem Klären der rechtlichen Fragen, der hat es aber in sich. Kommt noch die Beweisbarkeit dazu. Das alles braucht Kraft, Zeit und Nerven. Einmal mehr ist Prävention die beste Lösung.

Bei der Planung auf ein gestochen scharfes und detailliertes Baudokument beharren, um genügend Daten für die Bauabnahme zu haben.

Der Bauabnahme-Spezialist hilft

Sobald es um rechtliche Fragen und um sogenannte SIA Normen (SIA = Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) geht, ist man mit einem Bauabnahme-Spezialisten gut beraten. Dazu rät auch der Beobachter «Deshalb kann sich der Beizug eines unabhängigen Experten zur Bauabnahme lohnen.» Vielleicht denken Sie nun: «Noch mehr bezahlen? Auf keinen Fall!» Diese Gedanken sind nachvollziehbar. 400.- bis 1‘400.- könne laut Beobachter so eine Beratung kosten.

Wie bei vielen anderen Dingen, ist der Spezialist am Anfang (also vor Baubeginn) günstiger. Denn je früher er begutachten und Einfluss nehmen kann, desto besser. Desto mehr kann er erreichen und desto kleiner ist der Aufwand. Holt man ihn trotzdem erst im Schadensfall, nimmt er einem auch dann noch viel ab und erreicht mehr, als wenn wir es selber machen. Wir müssen uns erst noch die die komplexen und umfangreichen SIA Normen einarbeiten. Das ist beim Bauabnahme-Spezialist anders. Er kennt die typischen versteckten Mängel im Bau. Sie sind sein daily business. Man kann die Bauabnahme selbst machen. Das bedeutet – nebst der erwähnten Einarbeitung in ein vielleicht eher fremdes Gebiet – auch noch, dass wir mit verschiedenen Parteien kommunizieren müssen. Noch mehr Aufwand. Beim Bauabnahme-Spezialisten spricht man nur mit einem. Kurzum: Man spart Zeit, Nerven und erwirbt sich letztendlich unbezahlbares Know-how dazu.

Was man noch tun kann: Die Baustellen-Webcam

Im Vorfeld geeignete Massnahmen ergreifen. Zum Beispiel mit einer Baustellen-Webcam. Gestochen scharfe Bilder von der Baustelle, damit man den Bauablauf genau erkennen kann. Livebilder rund um die Uhr, 24 Stunden, auch via UMTS, verspricht die avisec ag in Remetschwil (Aargau). Dank der hohen Auflösung der Bilder von DSLR Kameras werden die Bauabläufe in sehr guter Qualität erfasst. Eine hohe Anforderung. Denn Details sind im Schadensfall und in der Beweisführung wichtig. Doch was ist mit all den Menschen auf der Baustelle? Wie werden diese geschützt? Ist Big Brother inzwischen eine legitime Tatsache? Hier wird Unschärfe gewünscht. Die avisec ag schreibt auf Baustellen-Webcam.ch, dass Bilder mit Personen nicht an die Öffentlichkeit herausgegeben werden. Wird ein Geschäftshaus gebaut, kann die auftraggebende Firma die Bilder intern gebrauchen. Soviel Daten wie nötig, so viel Schutz wie möglich.

Wozu ein Baudokument?

Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Wo Menschen aus verschiedenen Firmen und mit verschiedenen, voneinander abhängigen Dienstleistungen arbeiten, muss vieles minutiös geplant sein. Kann eine Firma einen Termin nicht einhalten, hat das sofort Auswirkungen auf andere. Komplexität, Zeit und Wissen – Bauen ist zur Managementaufgabe mutiert, bei der es verschiedene Führer gibt. Läuft etwas schief und wird es erst im Nachhinein festgestellt, muss im schlimmsten Fall mit grossem Aufwand für die Korrektur gerechnet werden. Darum ist Kontrolle enorm wichtig. Für den Fall der Fälle. Für die Beweisbarkeit bei Schadensfällen.

Was Sie als Bauherr tun können

Der Idealfall wäre, von Anfang an mit einer Baustellen Webcam zu arbeiten und einen Bauberater beizuziehen. Nun ist man sich der Gefahren selten bewusst und vertraut allen Parteien, beziehungsweise deren Aussagen. Vertrauen kann manchmal blind machen. Das Baudokument sollte so früh wie möglich starten. Den Bauberater kann man auch erst für die Bauabnahme beiziehen. Nur ist früher vielleicht doch besser. Kommt es zu einem Rechtsfall, kann das Ganze zu einer enormen Geduldsprobe werden. Das passiert nicht oft. Doch jedes Mal ist einmal zu viel.

Quellenangaben und weiterführende Tipps im WWW