Wem gehört das Haus?

Die Rechtsform: Vorbeugen ist besser als später streiten

Realisiert ein Paar den Traum vom Eigenheim, bildet es damit – ohne sich dessen bewusst zu sein – eine einfache Gesellschaft. Diese ist leicht zu gründen, dafür umso schwerer aufzulösen. Über das Gesamteigentum einer einfachen Gesellschaft können nur beide gemeinsam verfügen. Auch wenn man die Rechtsform des Miteigentums gewählt hat, was heute die Regel ist, ist man sehr eng miteinander verbunden. Dies zeigt sich besonders, wenn ein Partner nach einer Trennung seinen Teil verkaufen will. Darum hier einige Regeln:

Unverheiratete, im Konkubinat lebende Partner sollten die Eigentumsverhältnisse vertraglich genau regeln.

Bleibt ein Paar trotz der Trennung weiterhin verheiratet, lebt aber getrennt, müssen die Partner die Benutzung des Wohneigentums selbst oder in einem Eheschutzverfahren regeln.

Nach einer Scheidung sind primär die im Grundbuch festgehaltenen Eigentumsverhältnisse zu beachten. Im besten Fall einigen sich die Partner gütlich darüber, wer die Wohnung unter Anrechnung der vermögensmässigen Ansprüche des anderen übernehmen soll. Will oder kann keine Partei übernehmen beziehungsweise auszahlen, muss die Liegenschaft verkauft oder allenfalls versteigert werden. Der Erlös wird dann zwischen den beiden Parteien aufgeteilt.

Nach Zivilgesetz kann das Gericht einem Ehegatten, der wegen den Kindern oder aus anderen wichtigen Gründen auf die Familienwohnung angewiesen ist, das Wohnrecht zuweisen, jedoch nur auf befristete Zeit. Dies geschieht gegen Entschädigung oder Anrechnung von Unterhaltsbeiträgen (ZGB 121).

Partner: Sorgfältige Auswahl schont die Nerven

Der Zuzug von einem Bauberater lohnt sich

Immer wieder kommt es bei Neubauten aber auch bei Sanierungen zu Streitigkeiten zwischen dem Bauherren und den beteiligten Parteien. Eine sorgfältige Auswahl der Partner hilft Ärger zu vermeiden. Es lohnt sich in jedem Fall, einen Architekten, Bauleiter oder Bauberater beizuziehen. Sein fachlich kompetenter Rat hilft die Sanierung so effizient wie möglich zu gestalten und Fehler zu vermeiden. Die Wahl des Baufachmanns sollte jedoch sorgfältig erfolgen, damit sie keine blauen Wunder erleben. Holen Sie Referenzen ein.

Vorgehen für die Arbeiten

Der Baufachmann erstellt vor der Planung eine Diagnose des Gebäudezustandes. Diese dient als Grundlage für das Gesamtkonzept der Sanierung. Die Ausführungsplanung erfolgt abgestimmt auf die finanziellen Möglichkeiten und Zielvorgaben des Gebäudeeigentümers. Beim Bauen kommt es auf die richtigen

Der Zuzug von einem Bauberater lohnt sich

Der Baufachmann übernimmt die Planung und Koordination der einzelnen Handwerker und prüft fortlaufend die Qualität der ausgeführten Arbeiten. Kosten für nicht eingeplante Wärmedämmungen oder die Nichtbeachtung Baupolizeilicher Auflagen können zu massiven Terminverzögerungen und Mehrkosten führen.
Der grösste Fehler, der bei Sanierungen gemacht wird, ist, dass die verschiedenen Ausführungsetappen nicht präzise aufeinander abgestimmt werden. Dadurch entsteht ein Flickwerk am Gebäude, die Qualität und der Wert des Gebäudes leiden, zudem entstehen Mehrkosten.

Weitere mögliche Probleme:

  • Durch Baupfusch entstehen Bauschäden, die zu einer Entwertung des Gebäudes führen können.
  • Das Sanierungskonzept wurde zu ungenau erstellt. Dem Eigentümer entstehen zusätzliche Kosten durch nicht eingeplante Arbeiten.
  • Die Terminplanung wurde zu optimistisch erstellt. Es ergeben sich Verzögerungen.
  • Die Ausführung der Arbeiten vor Ort erfolgt zu wenig koordiniert.

Amortisierung

Amortisation in Raten

Da nach der Pensionierung das Einkommen meist massiv schrumpft, möchten viele Hausbesitzer ihre Hypothek verringern, sodass sie im Ruhestand weniger Hypothekar-Zinsen bezahlen müssen. Dies kann direkt oder indirekt geschehen:

a) Direkt: Sie amortisieren die Hypothek in Raten und verringern damit die steuerlich abziehbaren Schuldzinsen. Dadurch vergrössert sich Ihr Vermögen, weshalb Sie mehr Einkommen und mehr Vermögen versteuern müssen.

b) Indirekt: Sie amortisieren die Hypothek indem Sie jährlich einen Betrag in die steuerfreie, gebundene Vorsorge 3a einzahlen. Bei der Pensionierung können Sie dann dieses Kapital in einem Stück für die Tilgung der Hypothek einsetzen; dann sind aber Steuern fällig.

Hypotheken zum Discountpreis

Hypotheken mit geringeren Margen

Hypotheken bringen den Banken viel Ertrag. Das hat zum Markteintritt vieler neuer Anbieter und zu einer Überhitzung des Marktes geführt. Deshalb waren die Banken zu einer Reaktion gezwungen: Sie vergeben nun Hypotheken mit geringeren Margen und stimmen oft auch einer Hypothek zu, wenn der Antragssteller keinen Eigenkapitalanteil von 20 Prozent aufzeigen kann. Dies ist jedoch gefährlich für den Schuldner: Steigt der Zins plötzlich stark an, steigt die Gefahr einer finanziellen Überforderung.

Öko-Hypotheken

Öko-Hypotheken für ökologisches Bauen

Einige Banken bieten günstige Konditionen für ökologisches Bauen an. Die Alternative Bank ABS beispielsweise hat eine Hypothek mit einem Immobilien-Rating im Angebot. Je nach Nachhaltigkeitsstufe winkt eine Reduktion des Zinssatzes von bis zu 0,625 Prozent (Stand: November 2010).